Exkursion Kindermalschule Extern Mai 2019

Exkursion der Kärntner Kindermalschule am 24. Mai 2019 zur Großbaustelle Karawankentunnel

Das 1. Semesterthema 2019 unseres Formates „Kärntner Kindermalschule Extern“ lautet MONSTERMASCHINE“: Bilder von Vorstellungen und Fantasien von richtig großen, gewaltigen und vielleicht sogar allmächtigen Maschinenmonstern. Zur Erfahrung und Einstimmung konnten die Malkinder mit ihren Familien und Freunden der Kärntner Kindermalschule , der Kindermalschule Kanaltal (I) und der Malschule Bled (SLO) die Riesenbaustelle am Karawankentunnel zwischen Österreich und Slowenien erleben, wo sich derzeit die zweite Röhre des Tunnels in den Fels frisst, fast 4500 Metern auf österreichischem Staatsgebiet.

Kindermalschule beim KarawankentunnelAuf Einladung von Herrn Dipl.Ing. Peter Wetzlinger durften wir das Betriebsgelände der Firma Swietelsky mit den Maschinen, Materialdepots, den Werkstätten und vor allem den Tunnel selbst erkunden.

Nach Begrüßung und Einführung war dann bei den Kindern und uns Erwachsenen die Spannung zum Greifen, als an alle Warnjacken und Helme ausgeteilt wurden. Mit einem Kleinbus fuhr die erste Gruppe zur Baustelle in den Tunnel ein. Die Fahrer hatten alle Informationen über die im Tunnel befindlichen gewaltigen Maschinen und Baufahrzeuge kindgerecht erklärt. An jedem Tag, ohne Pause, wird in drei Schichten gearbeitet; auch von jeder der Maschinen gibt es drei Garnituren, die von den eigenen Werkstätten gleich vor Ort gewartet und fallweise repariert werden. Jetzt schon fertig und benutzbar sind die Fluchtwege von der im Bau befindlichen Röhre zu dem ersten zweispurigen Autobahntunnel. Auf der Schotter- und Sandpiste fahren die Bagger und Muldenkipper im Dauerverkehr bis zum aktuellen Abbauort. Unsere Kinder waren sogar – aus sicherer Entfernung – bei einer der gezielt geführten Sprengungen dabei. Die zweite Gruppe erreichte die Wand in der Zeit zwischen Vermessungen und Materialräumung und konnte bis zur Sprengstelle vorgehen. Beeindruckend: wir standen vor einem Felsen, den in dieser Form vor uns kein Mensch gesehen hatte und nach uns auch niemand mehr zu Gesicht bekommen wird, denn in drei Stunden erfolgt die nächste weiterführende Sprengung. Neben uns fuhr der Betonmischwagen in die Röhre ein, um die neu abgebauten Flächen mit Spritzbeton zu sichern.

Malkinder vor großer MaschineWieder draußen am Gelände konnten wir die Betonmischanlage besichtigen – die computergesteuerte Befüllung der Mischfahrzeuge ist eine Wissenschaft für sich. Dem Spezialisten, der uns eben noch die Berechnung der jeweils ganz spezifischen Anteile von Sand, Zement und Wasser auf den Monitoren vorgeführt hatte, begegneten wir aber kurz darauf auch am Fahrersitz eines Schaufelbaggers. Trotz der zahlreichen Megamaschinen sind auf dieser Baustelle vergleichsweise wenige Männer im Einsatz, diese aber mit vielen Kenntnissen; bei dem hier nötigen 24-Stunden-Betrieb ist es wichtig, dass für jede Aufgabe immer ein Profi vor Ort ist. Nach den Führungen wurden wir alle mit Speis und Trank versorgt.

Als krönenden Abschluss führte Herr Wetzlinger die Kindern noch zu einem gewaltigen Gerät, einem im Gelände abgestellte riesige Felsbohrer, einer wahren „Monstermaschine“ und ermöglichte ihnen eine ganz besondere Erfahrung: sie durften zu ihm hoch hinauf in die Steuerkabine klettern und mit dem kleinen Steuerknüppel die weit ausgreifenden Bohr-Arme dieses tonnenschweren Ungetüms bewegen: der Spaß war riesengroß.

Wir alle, Groß und Klein, bedanken uns für dieses unvergessliche Erlebnis auf das allerherzlichste und freuen uns schon auf die auf diese Exkursion hin entstandenen vielen bunten Bilder in der kommenden überregionalen Sonderausstellung „Monstermaschine“ der Kärntner Kindermalschule Extern.

Kindermalschule Karawankentunnel